Tag 2 – 18.08.2012
Der zweite Tag startete kalt mit einem recht frischem Wind. Wir liefen um 8.05 Uhr los. Heute mussten wir über 2 Gletscher welche aber hervorragend gesichert und markiert sein sollten, aber dazu später mehr. Zuerst gingen wir über die Himmelsleiter abwärts. Die Himmelsleiter verlief durch eine steile Wand ins Obere Seekar und ist gespickt mit Seilen und Steinstufen. Am Notbiwak auf 2874m machten wir eine kurze Rast (9.15 Uhr – 9.30 Uhr). Weiter ging es in steilen Serpentinen durchs Untere Seekar bis zum Seekarsee (2655m), wo wir eine längere Pause einlegten (9.50 Uhr – 10.14 Uhr). Das folgende Stück bis zum Warenbach verlief fast eben, aber auch nur fast. Am Bach angekommen machten wir einige Fotos und begannen um 11.00 Uhr mit dem Aufstieg durch das Warenkar bis zum Windach Ferner. Der Aufstieg zog sich und wir erreichten den Grat am Windach Ferner um 12.30 Uhr. Nach einer kurzen Pause schnallten wir uns um 12.40 Uhr die Steigeisen um und wir versuchten unseren ersten Gletscher. Auf dem Gletscher lagen überall Stangen, so dass wir einen richtigen Weg nicht erkennen konnten. Am Anfang gab es noch Trittspuren, welche aber durch die Schneeschmelze weniger wurden.
Das erste Teilstück war noch OK. Wir folgten dem Lift, was sich aber als Fehler herausstellte, da Stefan plötzlich bis zum Hintern in einer Gletscherspalte saß. Vom Hüttenwirt der Hildesheimer Hütte hörten wir später, dass wir uns ca. 30m links vom Lift hätten halten müssen, um in keine Gletscherspalte zu fallen. Der Windach Ferner führt hinauf zur Jochdohle, einem SB-Restaurant in 3149m Höhe, welches mit der Stubaier Gletscherbahn zu erreichen ist. Dort machten wir erstmal bis 14.20 Uhr Pause, ehe wir uns auf den Weg zur Hildesheimer Hütte über den Gaißkarferner machten. Über den Gaiskarferner verlief ebenfalls ein mit Stangen markierter Weg, der aufgrund der vielen Trittspuren auch deutlich zu erkennen war. Das letzte Stück bis zur Hildesheimer Hütte, welche wir um 15.40 Uhr erreichten, verlief über Blockgestein.