Määäähhh oder doch eher Määääh?

Nun, etwas wirklich Verständliches wird wohl eher nicht dabei herauskommen, wenn ich mich mit Schafen unterhalte. Mehr als pfeifen und eventuell noch bellen, knurren oder zirpen bringe ich nicht zustande. Aber es soll niemand behaupten, ich hätte es nicht versucht. 

10 Tage werden wir uns auf dem Albschäferweg bewegen. Wir folgen dabei einem Symbol, das man wie folgt beschreiben könnte: ein Gewand, ein Schlapphut und ein Stab in Weiß auf blauem Grund. Diese Beschreibung könnte fast auf meine Tragehilfe passen. Unser Ausgangspunkt ist Giengen an der Brenz. Giengen ist der Stammsitz der weltbekannten Stofftierfirma Steiff, die seit 1880 hier ansässig ist. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, meine pelzigen Freunde zu besuchen. Als ich ihnen von meinem bevorstehenden Abenteuer berichte, merke ich, dass sie ein wenig neidisch sind.

Die Etappen sind wie folgt aufgeteilt:

 

1. Etappe: Giengen bis Stetten ob Lontal (18,3 km)

Auf der ersten Etappe begegnen wir auch direkt einem Schäfer, der sich als Schäferin entpuppt. Die Schafe, mit denen ich mich unterhalten wollte, haben mich nicht verstanden und ich sie nicht. Einen komischen Dialekt sprechen die hier.

 

2. Etappe: Stetten bis Anhausen (16,7 km)

Von Stetten geht es durch den Stettbergwald ins Lonetal und hinauf zur Ruine Kaltenburg. Unterhalb der Kaltenburg liegt die Charlottenhöhle. Sie ist mit 587 m eine der längsten begehbaren Schauhöhlen Süddeutschlands (siehe meinen folgenden Bericht).

 

3. Etappe: Anhausen bis Gerstetten (21,3 km)

 

4. Etappe: Gerstetten bis Steinheim (18,6 km/19,4 km)

Auf dieser Etappe versuche ich mich einmal als Albschäfer. Das Ergebnis dieses Abenteuers lässt sich kurz zusammenfassen: Ich wurde nicht genommen. Der Schäferhund macht seinen Job einfach besser.

 

5. Etappe: Steinheim bis Zang (16,3 km)

Am nächsten Tag genießen wir zunächst die einzigartige Kraterlandschaft rund um Steinheim. Anschließend führt uns unser Weg ins Wental, das ein beeindruckendes Beispiel für besondere landschaftliche Naturräume ist. Besonders sehenswert sind die rund 30 bizarren, freistehenden Dolomitkalkfelsen, darunter Felsenmeer, Wentalweible, Spitzbubenstadel, Bischofshut, Sphinx und Hirschfelsen.

 

6. Etappe: Zang bis Heidenheim (16,9 km)

Möglichkeiten für eine Pause gibt es auf den ersten Kilometern mehr als genug. Wir befinden uns auf dem Bänklesweg in Zang, wo es jede Menge Rastbänke gibt.

 

7. Etappe: Heidenheim bis Nattheim (11,8 km)

 

8. Etappe: Nattheim bis Neresheim (14,2 km)

Uns steht eine weitere kurze Etappe bevor. Durch Wald und Flur, vorbei an steinigen Äckern, geht es nach Neresheim. Die Benediktinerabtei auf dem Ulrichsberg prägt das Landschaftsbild und ist bereits aus der Ferne zu erkennen.

9. Etappe: Neresheim bis Ballmertshofen (14,4 km)

Während wir das Kloster am Tag zuvor von Weitem und später von unten sehen konnten, müssen wir direkt zu Beginn der heutigen Etappe zum Kloster aufsteigen. Es folgt ein weiterer Aufstieg zur Burg Katzenstein. Die historische Stauferburg ist eine der ältesten Burgen Süddeutschlands.

Wir durchqueren Dischingen. Hoch über dem Ort thront Schloss Thurn und Taxis. Der Albschäferweg bleibt jedoch im Tal und führt entlang der Egau.

 

10. Etappe: Ballmertshofen bis Giengen (21,1 km)

Die letzte Etappe steht an. Schon nach kurzer Zeit erreichen uns die ersten Regenwolken, die wir bis zum Ende der Etappe nicht abschütteln können. Da ich Regen nicht mag, verbringe ich den Rest der Tour im Rucksack.

 

Am Ende der Wanderung erhalte ich den Albschäferpin als ehrenvolle Auszeichnung. Ich glaube, ich bin als Erdmännchen ein paar Zentimeter gewachsen vor Stolz.