Tag 3 – Freitag, 28.08.2009

5,0 Km - 4:55h

Ein sehr schöner Sonnenaufgang begrüßt uns, jedoch warnt uns der Hüttenwirt vor Regen am Nachmittag. Erst leicht ansteigend, dann immer steiler und felsiger werdend geht es hinauf zum Simmingjöchl [2.754m].

Stefan freut sich, da er an diesem Tag der Erste auf dem Jöchl ist. Wir bleiben fast eine ganze Stunde am Simmingjöchl beim alten Zollhaus und genießen die schöne Aussicht. Stefan geht kurzzeitig sogar noch ein ganzes Stück in Richtung Aperer-Feuerstein-Ferner und baut dort mit dem Schnee des Gletschers einen Schneemann und das im August.

Wir steigen durch das Obere-Grübl ab. Der Abstieg ist sehr lang und teilweise gesichert. Nach der Überquerung eines Schneefeldes sehen wir an einem steilen Abhang Steinböcke. Erst glauben wir nur vier bis fünf Steinböcke erblickt zu haben, aber bei einem Blick auf die gemachten Fotos zählen wir acht Steinböcke.

Wir gehen weiter und kommen am Fuß eines Gletscherbaches aus, dem wir einige Zeit folgen. Einige Seen laden zum verweilen ein.

Dunkle Wolken, die sich hinter uns am Grat und an den umliegenden Gipfeln bilden veranlassen uns weiter zu gehen. Es geht noch einmal ein ganzes Stück bergab. Auch hier sind wieder einige Passagen mit Drahtseilen gesichert. Nach dem wir einen Gletscherbach überquert haben, geht es noch einmal steil bergauf (Kletterpassage). Nur noch wenige Meter und die Nürnberger Hütte [2.278m] ist erreicht.

Von dem angekündigten Regen sehen wir bis spät in die Nacht nichts. Auch Hüttenwirte können sich also täuschen. Mal abgesehen von ein paar dicken Wolken, die sich hin und wieder vor die Sonne geschoben haben, war dies ein schöner Tag.