Tag 4 – Samstag 29.08.2009

8,0 Km - 6:05h

Zu früh gefreut. Regen und dichter Nebel umgeben die Nürnberger Hütte.

Laut Wetterbericht soll es aber ab dem Mittag besser werden. Aufgrund der schlechten Sicht streichen wir die Besteigung der Mairspitze [2.780m] und überschreiten das Niederl [2.629m]. Der Aufstieg zum Niederl ist bei dem Wetter nicht gerade einfach. Der Regen und Schlamm unter den Schuhen machen die Steine recht rutschig.

Nach dem Niederl geht es steil bergab. Weite Teile der Passage sind mit Drahtseilen versehen, die bei dem Wetter auch erforderlich sind. Nach dem wir einige wilde Bergbäche überquert haben taucht die Sulzenau Hütte [2.191m] vor uns aus dem Nebel auf.

Da wir nicht den ganzen Tag auf einer Hütte verbringen wollen, gehen wir, nachdem wir uns bei einer heißen Tasse Suppe aufgewärmt haben, weiter.
Da sowohl der Nebel als auch der Regen sich hartnäckig halten, wählen wir die Route über das Peiljoch.

Erst noch leicht ansteigend, wird es zum Ende steiler und immer rutschiger. Leider bleibt uns bei dem Wetter die Sicht auf den Sulzenauferner (Gletscher) verwehrt. Nur andeutungsweise können wir durch den Nebel die gewaltige Gletschermasse ausmachen.

Das Rauschen des Gletscherbachs rauscht in unseren Ohren. Auf dem Peiljoch [2.672m] erwartet uns eine gewaltige Armee von Steinmännern. Nachdem wir uns an den Steinmännern vorbei geschlichen haben, geht es über Steinplatten, die wie eine Treppe angeordnet sind, wieder Bergab.

Der Weg wird immer Steiler. In Serpentinen (Drahtseil) geht es immer weiter hinunter, bis plötzlich aus dem Nebel ein großes Gebäude vor uns auftaucht. Die Dresdner Hütte? Nein. Wie sich herausstellt ist es nur die Seilbahnstation. Wir gehen an dieser vorbei und erreichen wenig später die Dresdner Hütte [2.308m].

Laut Beschreibung sollen diese beiden Teilstücke die Landschaftlich schönsten sein, da jedoch das Wetter nicht mitgespielt hat, haben wir davon leider nicht viel gesehen. Der Weg selber war aufgrund der Witterung nicht leicht zu begehen, ob wir beim nächsten mal wieder die Strecke bei diesem Wetter gehen bezweifeln wir.