Tag 5 – Sonntag, 30.08.2009
12,0 Km - 8:10h
Heute steht uns die zweit längste Etappe bevor. Nachdem die Wolken und der Nebel des vergangenen Tages verschwunden sind, erleben wir erneut einen sehr schönen Sonnenaufgang.
Da durch die sternenklare Nacht die Temperaturen stark gefallen sind, sind die Steine teilweise vereist, was den Aufstieg zum Egesengrat und weiter zum Egesennieder erschwert.
Der anschließende Abstieg (ca. 40 Höhenmeter) in die Wilde Grube ist leichter als vermutet. Alternativ kann man auf gleich bleibender Höhe an der Felswand entlang zu dem breiten Fahrweg gelangen.
Wir wählen den direkten Abstieg und folgen danach dem Fahrweg. Einige Höhenmeter weiter unten folgen wir dem Wegweiser Richtung Neue Regensburger Hütte. Zum ersten mal auf dieser Tour sehen wir ein Murmeltier. Haben wir vorher immer nur ihre Warnrufe gehört oder uns Berichte von anderen Wanderern anhören dürfen, so können wir nun eines in Natura bewundern.
Wir lassen den Mutterbergersee links liegen und folgen den Weg, der nun immer steiler wird und immer mehr Stellen mit Seilsicherung beinhaltet. Auf dem Schafgrübl (zwischen Gamsspitz und Schafspitz) legen wir eine kleine Pause ein, bevor es auf der anderen Seite mit Drahtseilsicherungen wieder hinunter geht.
Es folgt der letzte Anstieg des Tages hinauf zum Grabagrubennieder [2.881m]. Von hieraus ist das Tagesziel, die Neue Regensburger Hütte [2.287m] schon zu sehen.
Nun geht es steil mit Seilsicherungen versehen hinab ins Falbesonertal. Über das Geröll und Schuttfeld des Gletschers erreichen wir den Falbesoner See [2.575m].
Weiter geht es durch das Hohe Moos, hier müssen nur noch einige Flussläufe des Gletschers (ohne Brücken) überquert werden, bevor das Tagesziel erreicht wird.